Donnerstag, 7. Juli 2011

Was macht man ...

... wenn die Pfütze auf dem Feldweg so groß ist, dass sie links bis an den Mais reicht und rechts bis zur ziemlich dichten Hecke und so trübe ist, dass man den Grund nicht sieht?

Man setzt sich auf sein Fahrrad und fährt eben mitten durch.

Und was macht man, wenn das Fahrrad mitten in der Pfütze im Schlamm stecken bleibt?



Man steigt ab, watet durch, versinkt bis über den Knöchel, steigt wieder auf und wäscht zu Hause Füße und Schuhe. Was sonst?

Und auf dem Heimweg kann man natürlich noch Himbeeren am Wegrand ernten,



ein großes Bund Johanniskraut pflücken zum Trocknen, dann einen bunten Blumenstrauß dazu und wieder ganz viele Fotos machen ...

 Mehr der Fotos gibt es so nach und nach in meinem Fotoblog.

Montag, 4. Juli 2011

Sie sind wieder da ...

... die Blumen meiner Kindheit ... der Margeriten. Überhaupt die vielen Blumen, die ich als Kind so mochte, die auf den Bergwiesen blühten ... früher mal. Wie oft kam ich mit der Hand voller Blumen nach Hause. Irgendwann waren sie weg, das Taubenkropf-Leimkraut, das so schnell verblüht, das gemeine Leinkraut, bei dem ich nicht verstanden habe, warum es "gemein" genannt wird, der gelbe Hornklee und die blaue Vogelwicke, weg war auch die Acker-Witwenblume ... aber am meisten hab ich die Margeriten vermisst, überall nur Familienmitglieder der Kamille.

Nun sind Ferien und die beiden Trollkinder sind ohne ihre Mama verreist, denn die Ferien sind ja länger als die Urlaubszeit der Trolljente. Und das ist die Gelegenheit für mich, mit dem Fahrrad ins Büro zu fahren. Naja, heute morgen strahlte Klärchen nicht gerade vom Himmel und der Regen des letzten Wochenendes hat deutliche Spuren hinterlassen. Aber die Radtaschen waren gepackt, Wechselsachen gut drin verstaut und die Regenjacke notfalls griffbereit. Hm, gegen so tiefe Pfützen auf den Waldwegen schützt die leider auch nicht, aber zum Glück gibt es ja Hausschuhpflicht bei uns und einen Wasserhahn, unter dem man auch mal Füße waschen kann ;-)

Nicht viel anders sah es zum Feierabend aus ... aber trotzdem hab ich mich zu einem kleinen Umweg am Bodden durch die Felder verleiten lassen. Und es tat sooo gut, nach vielen Stunden im Büro den Geruch frischgewaschener Luft einzuatmen, während so mancher Baum seine zu schwer gewordenen Regentropfen auf mich fallen ließ. Später strömte mir der intensive Duft der Kamille entgegen, während ich am Feldrand die ersten Himbeeren naschen konnte. Es war mir egal, dass mich die Mücken piesackten und ich manche Brennessel übersah, während ich meinen Blumenstrauß pflückte, genauso egal war mir der immer dicker werdende Reifen, der mit schmatzendem Geräusch den Modder des Feldweges aufzusaugen schien. Egal ist mir auch, dass meine Packtaschen nach den Wechselduschen Wasser-Schlamm-Wasser über der Badewanne trocknen und meine Schuhe wieder klatschnass sind.



Ich genieße jetzt weiter meinen Feierabend und freu mich über meinen Blumenstrauß.

Prora 2011

Über Prora hab ich ja vor kurzem schon einmal geschrieben. Möchte ich am Wochenende an den Strand fahren, suche ich mir eigentlich urwüchsigere Ecken dieser Insel.

Nun war am Wochenende aber nicht wirklich Strandwetter. Aber Zeit, das Frühstück gemütlich mit einer Tasse Kaffee und der hiesigen Tagszeitung ausklingen zu lassen. Und da stand drin, dass die Jugendherberge mit einem Straßenkunstfestival eröffnet wird. Munter genug schien ich aber beim Lesen noch nicht gewesen zu sein oder ich hab die Blöcke in Prora anders gezählt .. auf jeden Fall habe ich vor dem vermeintlichen Block V geparkt und bin ein ganzes Stück gen Süden gelaufen ... um dort zu erfahren, dass mich vom Parkplatz her nur eine Mauer vom wirklichen Block V getrennt hat.

So sind mal wieder die verschiedensten Eindrücke von Prora auf meiner Speicherkarte gelandet.

Die jetzige Jugendherberge ist die erste richtig große Baumaßnahme in diesen vielen großen Blöcken. Museen zogen ein und wieder aus, es gab diverse Gerüchte zum Verkauf einzelner Blöcke bzw. der ganzen Anlage, es stand einiges in der Zeitung, so ein Hin und Her, dass man es irgendwann nicht mehr lesen mag. Und nun steht sie da, die Jugendherberge, ein kleines Stück weiß im kilometerlangen grau ...

Schaut Euch die Bilder einfach an, es wird auch bunter. Auch wenn es leider nicht so viele Menschen angelockt hat, so war es doch ein schönes Erlebnis.


 


 
 






 






Und die hab ich am Strand auch noch gefunden, ab und an kommt der Wind mal aus der richtigen Richtung und hat kleine Schätze im Tang versteckt.


Nachtrag: Heute habe ich in der Zeitung gelesen, dass mit Block IV jetzt der letzte Block verkauft werden soll. Mal ganz ehrlich, so wirklich wie verkauft sahen die Blöcke nicht aus, an denen ich noch vorbeigekommen bin. Es geht alles sehr langsam ...


Donnerstag, 30. Juni 2011

Ferienreif ...

... scheint die Trolljente zu sein, wenn sie dem kleinen Troll eine Zahnbürste mit einer großen Portion Kinderzahnpaste in die Hand drückt ... nur eben nicht seine, sondern ihre ...

Aber wir haben alle 3 herzhaft gelacht.

Montag, 27. Juni 2011

147 Schnecken ...

... fand ich im Umkreis von maximal 10 m Entfernung von meinem Kräuterbeet.

Ja eigentlich wollte ich doch nur noch ein Kräutlein ernten zum Abendessen, da saß doch die erste Schnecke schon auf meinem frisch gepflanzten Thymian. Frechheit! Die nächste war gerade dabei, die Holzpalisaden zur Kräuterspirale zu erklimmen. Was blieb mir da anderes übrig, als das Eimerchen zum Sammeln zu holen.

Was hab ich nicht in den Vorjahren alles probiert. In der Zeitung las ich, dass eine Thymianhecke um das Beet die Schnecken abhält ... mein Thymian wurde schon kahlgefressen, während er noch auf einer Plastiktruhe aufs Einpflanzen wartete. Schnecken scheinen ganz gut klettern zu können. Schneckenkorn im Kräuterbeet ... nee, das mag ich nicht. Und die Bierfallen ... im Supermarkt hätte man mich nach kurzer Zeit als Alkoholiker eingestuft ...

Was blieb mir nun heute anderes übrig, als mich mit knurrendem Magen ans Sammeln zu machen. Kaum hatte ich die erste Runde ums Beet gedreht, saß schon wieder eine dieser dunkelbraunen schleimigen glitschigen Viecher im Thymian, die nächste nebenan in der Pfefferminze ...

Ich mag ja eigentlich Tiere fast aller Arten, ich würde mich sogar an Schnecken gewöhnen können, wenn die sich auf Gras und die ersten schon vom Baum fallenden Pflaumen konzentrieren würden. ... aber neee, alle scheinen geradewegs zu meinem Kräuterbeet zu kriechen ... im Eiltempo. Ich hab auch schon darauf verzichtet, irgendwelches Gemüse im Garten zu säen, die Schnecken freuen sich über jeden kleinen Keim und bevor ich ihn sehen kann, ist er aufgegessen. Aber liebe Schnecken, meine Kräuter sind für Euch tabu, da bestehe ich darauf, notfalls auch mit für Euch sehr unangenehmen Mitteln...

Bitte fragt jetzt nicht, was mit den 147 Schnecken passiert ist. Ich gehe davon aus, dass morgen keine mehr aus dem Eimer kriecht. Mein doch dezent vorhandenes schlechtes Gewissen reicht mir schon.

Und morgen werde ich meine Kräuter ein bisschen versetzen müssen, damit ja kein Blatt mehr unauffällig über die Palisade ragt und als Schneckenbrücke dient. Ich hab nämlich jetzt schöne gehäckselte Rinde auf dem Beet verteilt, die soll bei Schneckenbäuchen pieksen. Geborgt von meiner Beerenfläche ... zum Leidwesen der Ameisen, die ausgerechnet darin ihre Eier versteckt haben. Tut mir leid, ihr fleißigen Ameisen, dies war nicht beabsichtigt.

Und Ihr Schnecken, ich habe Euch jetzt die letzten Gänseblümchen, die sich rechtzeitig vor dem Rasenmäher ducken musste, weggegessen. Das habt Ihr nun davon...