Montag, 5. September 2011

Eindrücke einer Straße

Wenn die Trolljente schon mal nach Rostock fährt, dann muss sich die Fahrt auch lohnen ... nur Möbel kaufen reicht da nicht.

Und so war ich in der Kunsthalle und hab mir die Fotoausstellung von Andreas Mühe angesehen. Um darüber zu schreiben, müsste ich die Eindrücke noch ein wenig sacken lassen, es waren so ganz andere Fotos als die, die ich mir sonst meist ansehe.

Danach war ich noch ganz spontan mit einem guten Freund verabredet, zur Grillparty eines Freundes der Freundin meines guten Freundes, um endlich mal seine Freundin kennen zu lernen ... eine Stunde Zeit hatte ich dazwischen. Zeit, Wein und etwas fürs leibliche Wohl einzukaufen und dabei ein wenig durch die Rostocker Innenstadt zu schländern. Ich bin bewusst nicht durch die Fußgängerzone gelaufen, sondern hab mein Auto irgendwo abgestellt und hab mich treiben lassen.

Gekommen bin ich auf die Doberaner Straße, es sah so gar nicht nach dem Rostock aus, das ich kenne, eher fühlte ich mich ein klein wenig an die Dresdner Neustadt erinnert ... aber nur ein klein nweig.

Sehr kontrastreich fand ich diese Straße, aber seht selbst ... Eindrücke einer Straße:








Sonntag, 4. September 2011

Die Bilanz ...

... einer Stunde Umräumen ist frustrierend, aber echt.

Nachdem ich schon völlig vergessen hatte, dass man neuzeitliche Kleiderschränke, auch wenn sie nicht preiswert waren und aus Massivholz sind, nur dreimal problemlos auf- und wieder abbauen kann, weil beim vierten Aufbau dann schon reichlich Löcher in der anzunagelnden Rückwand sind und auch so manches anfängt auszuleiern, ist mein Zeitplan schon in der Mitte der Woche völlig durcheinander geraten, denn auch die sonst so großzügigen Öffnungszeiten der Baumärkte hier gehen nicht bis 22.00 Uhr, um kurzfristig benötigtes Material noch schnell zu besorgen ... ja auch mein Werkzeug- und Kleinmaterialschrank hat nicht alles in sich.

Nach einem Einkaufstag gestern im blau-gelben Möbelhaus, das nur mit 1 1/2 Stunden Autofahrt erreichbar ist, so sich dass die Trolljente ein paar Stunden Freizeit noch gegönnt hat, damit sich die Fahrt auch lohnt, ging es nun heute weiter.

Und was hab ich geschafft in einer reichlichen Stunde? Nicht viel finde ich. Die noch fehlenden zwei Schranktüren sind eingeschraubt ... Falttüren sind praktisch, wenn man wenig Platz hat, aber nicht gerade leicht zu montieren. Noch hängen sie schief, scheinbar liegt es aber am Fußboden, geduldige Scharnierschraubversuche haben leider nicht den gewünschten Erfolg gebracht ... das Geraderücken wird erst einmal verschoben.

Immerhin hängt die Halterung für den Seilzug für den Vorhang jetzt und scheint auch fest zu sein. Ja es gibt Dinge, die mag die Trolljente nicht wirklich ... und dazu gehört es, tiefe Löcher in harte Wände zu bohren ... aber was muss, das muss ... ein Schlafzimmerfenster zum Nachbarn raus sollte doch etwas Sichtschutz haben. Und nun dreht der Vorhang seine Runden in der Waschmaschine ... draußen ist noch mal Sommer, das passt.

Warum ist eigentlich das schönste Wetter, wenn man ganz viel Drinnenarbeit hat? Nein, ich möchte mich nicht über den Sommertag heute beklagen, ganz im Gegenteil, ich freu mich über jeden Sommenstrahl. Aber ich vermute mal, ich werd der Sonne heute doch nicht widerstehen können und mir den Nachmittag freinehmen und noch mal an den Strand radeln, sonst krieg ich einen Zimmerkoller ... dann räume ich eben am Abend weiter ... gut erholt und voller Tatendrang ...

Donnerstag, 1. September 2011

Dienstagsrückblick


Da bei uns im Moment die Hälfte aller Möbel irgendwo stehen, nur nicht an ihrem Platz, sind die beiden Trollkinder bei Freunden. Von da fahren sie morgens zusammen mit den Freundeskindern mit dem Bus zur Schule und nachmittags wieder zurück.

Und damit das Hortteam auch weiß, welches Kind es in welchen Bus setzen muss, schreiben das die Eltern in die Ranzenpost.

Nun schläft der kleine Troll aber gerade nicht bei seinen Eltern und auch sonst ist vieles anders und das Schuljahr mit seinen regelmäßigen Terminen ist ja auch noch ganz frisch. Zeit und Wochentage spielen für ihn auch noch keine wichtige Rolle, so dass er bei der Absprache der Buszeiten bei der Freundin gar nicht daran gedacht hat, dass er dienstags töpfert und eigentlich erst mit dem zweiten Bus fahren kann.

Es wird Zeit für den Bus, das Hortteam ruft alle Kinder für den ersten Bus in die Inselhauptstadt zusammen … mein kleiner Troll fehlt … der töpfert ja noch. Drei Kinder, die am Ende der Buslinie von der Freundin mit dem Auto abgeholt werden oder gemeinsam auf den Anschlussbus warten, sitzen schon drin, die Zeit reicht nicht mehr, den kleinen Troll aus der Töpferwerkstatt zu holen, denn die ist ein paar hundert Meter entfernt. In der Not beschließt die Trolljente, das große Tochterkind wieder aus dem Bus zu holen, damit beide Kinder gemeinsam den nächsten Bus nehmen können. Die Trolljente hat nämlich auch kein Auto da, ohne Kinder fährt sie Fahrrad.

Das große Tochterkind fügt sich mit einem „aber Mama“, aber im Gesicht ein großes Fragezeichen, das Unverständnis ist ihr deutlich anzusehen. Die Trolljente lässt den Bus fahren und das Trollmädchen fängt an zu schluchzen „aber ich hab doch Pfadfinder und muss Essen mitbringen und die Tochterfreundin wartet doch auf dem Busbahnhof“… ach ja, das Schuljahr ist noch jung und auch die Trolljente kriegt die ganzen neuen Termine noch nicht alle auf die Reihe. Guter Rat teuer, wie schon gesagt, mein Auto steht zu Hause vor der Haustür.

Aber wie das oft so ist, ein Engel bietet an, schnell hinter dem Bus herzufahren. Das Problem für das Tochterkind wäre gelöst … aber der kleine Troll wäre dann wieder allein. Während das Tochterkind vergeblich versucht, die Mama der Freundin noch zu Hause am Telefon zu erwischen (es gibt noch Menschen ohne Handy), rennt die Trolljente in die Töpferwerkstatt, holt den verdutzten kleinen Troll aus dem Kurs, verspricht der Kursleiterin eine Erklärung später und rennt mit ihm zurück.

Und da zum Glück oft die richtigen Menschen am richtigen Ort sind, steigt gerade eine liebe Bekannte in ihr Auto und hat den selben Weg wie die Trollkinder … die Trollkinder werden ins Auto verfrachtet … in Eile ohne Ranzen, ohne Busausweis, ohne Geld … der kleine Troll mit verständnislosem Blick, würde er doch viel lieber bei der Mama bleiben. Das Trollmädchen bekommt die Anweisung, den kleinen Troll mit zu den Pfadfindern zu nehmen, sollten die Freundeskinder nicht mehr am Busbahnhof sein. Und Anweisung zwei, das Handy bleibt ausnahmsweise auf Empfang, auch bei den Pfadfindern. Die Trolljente verspricht, bei Bedarf den kleinen Troll dort selber abzuholen.

Die Trolljente radelt in der Zwischenzeit im Eiltempo nach Hause, damit sie bei Bedarf ihr Auto in der Nähe hat. Noch auf dem Rückweg vom Radschuppen versucht sie, das große Trollmädchen zu erreichen … aber eine nette Stimme bietet nur an, mir eine SMS zu senden, wenn das Handy wieder empfangsbereit ist. Nächster Versuch … ein Anruf bei der Sippenführerin. Leider hat sich aber vor 3 Tagen das Handy der Trolljente für immer verabschiedet … und nur ein Teil des Telefonverzeichnisses war auf der Karte, der Rest ist weg, einfach weg … und damit auch die Nummer der Sippenführerin …

Endlich in der Wohnung … und der Anrufbeantworter … ist aus, Ansage gelöscht …Stromausfall in Abwesenheit.Es hätte ja sein können, dass mal etwas normal verläuft an diesem Nachmittag ...

Inzwischen ist aber die Freundin wieder zu Hause, geht an ihr Telefon … und kann mir bestätigen, dass sie lange genug am Busbahnhof war bzw. meine Kinder dort noch ankamen, bevor sie mit ihren Kinder nach Hause gefahren ist …

Großes Aufatmen … die Trolljente brauchte erstmal keinen Feierabendkaffee mehr, um munter weiter zu renovieren und zu räumen …

Sonntag, 28. August 2011

Geschafft ...

... haben wir unser Tagessoll. Und geschafft bin ich auch. Aber zufrieden mit dem Tag, auch wenn ich jetzt arg überlegen muss, was ich gerade wo finde.

Der Kleiderschrank des Trollmädchens steht schon an seinem Platz im zukünftigen Mädchenzimmer, davor ein leeres Bücherregal, das bei jedem Schrankzugriff vor das Fenster geschoben werden muss. Und eine Kommode hat auch schon ihren späteren Platz gefunden. Andere schwerere Kommoden stehen auf den Rollbrettern, die später mal meinen Nähtisch beweglich machen sollen, vor meinem Kleiderschrank, beweglich eben ... Das Trollmädchen hat das Bett des kleinen Trolls übernommen und schläft tief und fest (und erschöpft) im halb ausgeräumten Kinderzimmer. Ihr Hochbett wird der kleine Troll übernehmen ... es steht zur Hälfte im Flur und zur Hälfte im Wohnzimmer, die Matratze hochkant neben meinem Bett. Im Wohnzimmer türmen sich diverse Bananenkartons, vollgepackt mit Spielzeug und Bastelmaterial. In der Küche stehen große Plastikboxen mit den Klamotten des kleinen Trolls, sein Kleiderschrank steht im Flur und wird da wohl noch einige Tage ausharren. Noch kommt man mit Bananenkarton daran vorbei. Daneben 2 Reisetaschen für die Trollkinder, die diese Woche bei Freunden wohnen. Wir sehen uns dafür täglich in der Mittagspause.

Fünfeinhalb Meter hellgelbe Wand im Noch-Kinderzimmer ist vollständig frei, sämtliche Bücherborde abgeschraubt, und da ich einen Hang zum Perfektionismus habe, sind auch alle Dübel restlos entfernt. Während die beiden Trollkinder Staub und Schweiß des Tages in der Badewanne gelassen haben, habe ich 3 Mollen Gips verschmiert ... alle Löcher und die Risse, die ein altes Gemäuer nun mal bekommt, sind wieder zu, auch da, wo es wahrscheinlich vor dem Auszug niemand sehen wird, weil mein großer Kleiderschrank davor stehen wird ... aber halbe Sachen mag ich nicht.


Nur das Loch für's Computernetzwerkkabel darf frei bleiben. Alles bereit für's Pinseln morgen nach Feierabend ... zumindest dieser Wand.

Trotzdem steht in der Küche der Rest eines heute frisch gebackenenen Brotes. Im Wohnzimmer liegen wieder Stapel frisch gelegter Wäsche, der Wäscheständer hängt schon wieder voll ... bei dem unsteten Wetter schaffe ich es nicht mehr, noch die Wetterlage im Garten im Auge zu behalten. Nur die Sonne, die hab ich heute nur durch's Fenster gesehen ...

Und jetzt werd ich mir auch den Staub aus dem Pelz spülen und mal sehen, ob ich neben dem kleinen Troll noch einen Platz zwischen den Kuscheltieren finde...

Zimmerwechsel ... Fluch und Segen ...

... oder umgekehrt. Auf jeden Fall müssen wir da durch jetzt in den nächsten Tagen. Die Kinder brauchen jeder ihr eigenes Reich.

Das große Trollmädchen bekommt mein Schlafzimmer mit Ausnahme eines Schrankes, den sie mit beherbergen muss. Der kleine Troll bekommt den größten Teil meines Noch-Arbeitszimmers, eine kleine Ecke wird davon jedoch auch als Lagerraum abgetrennt, denn die zukünftigen Kinderzimmer sind die einzigen in der Wohnung ohne Dachschrägen. Ich ziehe dafür ins Noch-Kinderzimmer ... ein langer Schlauch mit entsprechend langer Dachschräge ... und weiß zwar, wo Kleiderschrank und Bett seinen Platz finden werden, aber noch nicht wirklich, wo Computer und Ordner und Nähmaschine und Stoffe und Reißverschlüsse und all das verstaut werden.

Das große Trollmädchen ist eigentlich mit Begeisterung dabei, verzweifelt aber an den vielen Schätzen und Bastelmaterialien, die sich so im Laufe der Zeit angehäuft haben und die jetzt in Kisten müssen. Sie ist ja meine Tochter ... eindeutig ... Leider ist unser Platz zum Zwischenlagern, während die Wände auch noch gepinselt werden müssen, viel zu klein für die Menge an Kisten, die wir beim bloßen Reinschmeißen füllen würden, etwas Sortieren ist also notwendig. Und da die Trollkinder eine Woche lang bei Freunden wohnen, um diesem Chaos zu entgehen, muss das heute doch passieren ...

Der kleine Troll freut sich eigentlich auch auf ein eigenes Zimmer, aber im Gegensatz zu ihr kann er sich das noch nicht wirklich vorstellen und verkriecht sich lieber in sich selbst, denn ihm ist es zu trubelig. Kann ich verstehen, denn das Zimmer, das sein Reich werden soll, hat schon seit längerem ein Sortieren nötig, ist derzeit mehr Lagerraum als wirkliches Arbeitszimmer und sehr schwer gemütlich vorstellbar. Entsprechend fällt ihm das Einpacken seiner Schätze noch viel schwerer und jedes Fundstück lenkt ab zu einem neuen Spiel ... zum Leidwesen der großen Schwester, die es gar nicht versteht, dass ich dem kleinen Troll gegenüber nachsichtiger bin als ihr gegenüber.

Nun ist gerade Pause angesagt. Die Trolljente muss schreiben, um in dem Gewusel hier ein wenig zur inneren Ruhe zurück zu  finden. Das große Trollmädchen telefoniert mit der Freundin ... und räumt nebenbei weiter auf ... eine tolle Erfindung ... schnurlos und mit Flat. Der kleine Troll hat sich ne DVD rausgesucht und die Trolljente wird sich für den Rest der Stunde auch verkrümeln ...