Freitag, 12. August 2011

Pubertät ...

...kann ganz schön anstregend sein. Auch wenn das große Trollmädchen mit 11 erst am Anfang ist. Zumindest gestern hatte ich das Gefühl, an die Grenzen meiner Kraft gekommen zu sein.

Gestern nach Feierabend hab ich mein Tochterkind abgeholt von einer Freundin, bei der sie drei Tage zu Gast war. Und wie das mit Freundinnen so ist, wird schlafen unwichtig, weil es so viel interessanteres gemeinsam zu erleben gibt. Bis vor Müdigkeit die Welt plötzlich aus den Fugen gerät, kleine Probleme ganz groß werden, sich Ventile öffnen, um jede Menge Angestautes tränenreich von sich zu geben. Vieles davon würden wir an normalen Tagen einfach wegstecken und Schlafen wäre das beste gewesen, aber wer kann in dieser Verfassung schon einfach schlafen gehen...

Und ich merke immer mehr, wieviel dran ist an dem Satz einer Freundin, dass Pubertät vor allem eine Sache der Eltern ist. Voll unterschreib ich das nicht, aber es geht den Eltern wie den großen Kindern, mal denken sie, die Kinder sind noch klein und unterschätzen sie völlig und dann wiederum denken sie, sie sind schon groß und überfordern sie. Und keiner weiß morgens, ob das Kind gerade einen Tag hat, an dem es klein ist oder an dem es groß ist.

Die letzten beiden Sätze hab ich vorhin meinem großen Trollmädchen auch so gesagt, verbunden mit einem stolzen Blick auf mein Mädchen und einer liebevollen Umarmung und ich denke, wir beide verstehen uns doch recht gut.

Kontraste ...


... bietet das Leben.

Da sitzt die Trolljente morgens im Auto, um den kleinen Troll in den Ferienhort zu bringen. Es regnet wie so oft, sieht aus wie im November. Von CD laufen lateinamerikanische Rhythmen dazu ... die einzige CD, die nach dem Urlaub im Auto geblieben ist.

Die Hortkinder machen heute einen Ausflug, Treffpunkt ist der Eingang zum Friedwald. Und da stehen lauter Kinder in bunten Regenjacken voller Erwartung wie Farbtupfen unter riesengroßen Bäumen, die heute auch grau wirken.

Ein Freund vom kleinen Troll kommt auf uns zu, wir reden über eine Geburtstagsfeier und fast nahtlos erfahren wir, dass der Papa des Freundes einen Unfall hatte ... zum Glück nur Schrammen im Blech.

Die Trolljente verabschiedet ihren kleinen Troll und fährt mit lateinamerikanischen Rhythmen in Ohr durch den Regen zu ihrem Schreibtisch ...

Dienstag, 9. August 2011

Platzräuber

Kennt Ihr sie eigentlich, diese fiesen kleinen unsichtbaren und nur sehr schwer greifbaren Platzräuber? Wohnen die auch bei Euch zu Hause in den Ecken, von denen man gar nicht weiß, das da noch ein klitzekleines bisschen Platz ist?

Bei mir scheinen sie sich heimisch zu fühlen. Vor allem kommen sie gern raus, wenn ich mit ganz viel Gepäck im Campingurlaub bin. Denn dann ist in einigen Regalen und Schränken Platz geworden, der sonst nicht da ist, Platz, den sie mir ganz unauffällig einfach rauben, denn plötzlich ist er weg, einfach weg oder geschrumpft. Und ich komme ahnungslos zurück, schleppe Kisten und Taschen und Beutel die Treppe hoch, staple sie und will aufräumen, aber der Platz ist weg.

Da steht doch die Kiste mit dem Boots- und Angelzeug, das jetzt erst einmal wieder verstaut werden kann. Vor dem Urlaub passte da noch alles rein, jetzt plötzlich nicht mehr ... ich stopfe und presse die Schwimmwesten zusammen, aber es hilft nichts, ein Angelkasten bleibt einfach übrig ...

Nicht viel anders sieht es in meinem Vorratsschrank aus. Hab ich da nicht vor dem Urlaub Platz geschaffen, reichlich Wurstgläser und Fischdosen mit in den Kofferraum gepackt? Und warum passen jetzt die Gläser mit der Blaubeermarmelade nicht rein?

Ähnlich ergeht es mir mit der Spieleschublade und dem Bücherregal ...

Ich geh dann mal Platz frei kämpfen ... bevor die manchmal auch recht fiesen Zeiträuber auch noch gewinnen ...

Sonntag, 7. August 2011

Waldpilze auf offenem Lagerfeuer ...

 ... schmoren macht Spaß, aber ich genieße es gerade, mal nicht aufpassen zu müssen, dass ich morgens mit dem einzigen mir zustehenden Löffel erst die Espressomaschine befülle und dann den Honig für's Müsli aus dem Glas hole ...

Ich hab gerade in einer Regenpause die Kisten freigebuddelt, in denen sich besagtes Maschinchen (ja mancher Luxus muss auch beim Campen inzwischen sein) und dieses dunkelbraune wunderbar duftende Pulverchen befinden .... aaaaahhhhhh

Blaubeerflecken aus Schlafanzügen ...

... oder so ähnlich heißt das Thema das Tages (ja sie standen auf dem ganzen Campingplatz und lockten Trollkinder manchmal schon beim ersten Gang des Tages) ... erweitert um die Frage, wie man die glücklich trockenen Fußes ins Auto gepackten Sachen, Zelte, Schlafsäcke, Schwimmwesten und noch vieles mehr bei Regenwetter wieder trocken in die Wohnung bekommt ...