Dienstag, 28. Dezember 2010
Gelauscht im Kinderzimmer ...
... und ich staune. Da höre ich einen Satz, den ich so gar nicht erwartet hätte. "Wir sind doch doof, wir räumen den ganzen Kleinkram nur aus und spielen gar nicht damit". Nein, dieser Satz kann nicht aus dem Mund meines kleinen Trolls kommen, den muss sein Freund gesagt haben. Mein kleiner Troll zählt gerade zehnhundert Schwerter, die seine Playmobilritter auf dem Fußboden verstreut haben...
Montag, 27. Dezember 2010
Ein weißer Ausflug...
... lockte uns am ersten Feiertag. Im Radio konnte man stündlich hören, dass weder Bus noch Bahn auf der Insel fahren und nur noch die wichtigsten Straßen geräumt werden. Aber der Inselfunk funktionierte und danach planten wir unseren Ausflug. Der Trolljente war danach, mal wieder Ostseewellen rauschen zu hören, und so steckten wir uns in die wärmsten Sachen, einen großen Schneeschieber in den Kofferraum und auf ging's...
... immer Richtung Osten dem Wind entgegegen zu den Seebädern.
Hier versteckt sich ein Schneezaun mitten auf dem Feld.
Angekommen in Baabe am Fischerstrand...
... von dem der Wind den Schnee fast weggepustet hat.
Und zum Schluss ein kleiner Abstecher nach Sellin...
... und was uns da am Strand erwartet hat, war so beeindruckend, dass wir am Sonntag noch einmal bei besserem Licht und ausgerüstet mit genug Akkus unterwegs waren. Der nächste Post folgt...
... immer Richtung Osten dem Wind entgegegen zu den Seebädern.
Hier versteckt sich ein Schneezaun mitten auf dem Feld.
Angekommen in Baabe am Fischerstrand...
... von dem der Wind den Schnee fast weggepustet hat.
Und zum Schluss ein kleiner Abstecher nach Sellin...
... und was uns da am Strand erwartet hat, war so beeindruckend, dass wir am Sonntag noch einmal bei besserem Licht und ausgerüstet mit genug Akkus unterwegs waren. Der nächste Post folgt...
Mama, komm mal schnell ...
... sagt der kleine Troll und ihm sei was schlimmes passiert. Aha, deshalb war es so ruhig im Kinderzimmer.
Mit roten Fingern stand er vor mir, in der Hand 3 Teile seines Füllers und aus dem hinteren Teil grinste mich die Öffnung einer roten Tintenpatrone an. Gefunden in der aus dem Schrank gerutschten Schublade seiner Schwester.
Mit einiger Geduld haben wir die Patrone aus der Hülse bekommen, inzwischen war sie leer. Und der kleine Troll ganz traurig ... "Jetzt geht das ja nicht mehr. Die Kleckse, die da raus kamen, sahen so schön aus. Wie Blut ..."
Bis gestern musste jede kleinste Wunde sofort hinter einem dicken Pflaster versteckt werden. Muss ich mir jetzt Sorgen machen?
Mit roten Fingern stand er vor mir, in der Hand 3 Teile seines Füllers und aus dem hinteren Teil grinste mich die Öffnung einer roten Tintenpatrone an. Gefunden in der aus dem Schrank gerutschten Schublade seiner Schwester.
Mit einiger Geduld haben wir die Patrone aus der Hülse bekommen, inzwischen war sie leer. Und der kleine Troll ganz traurig ... "Jetzt geht das ja nicht mehr. Die Kleckse, die da raus kamen, sahen so schön aus. Wie Blut ..."
Bis gestern musste jede kleinste Wunde sofort hinter einem dicken Pflaster versteckt werden. Muss ich mir jetzt Sorgen machen?
Kontraste ...
... gab es in letzter Zeit einige und ein paar Einblicke und Gedanken dazu mal wieder hier...
Stürmisch ist es zu dieser Zeit hier ja recht oft. So auch am 3. Advent auf dem Weihnachtsmarkt in Binz.
Und was will die Trolljente wohl mit diesem Bild sagen?
Während sie so die letzten Geschenke ... frau hat ja immer noch was in irgendeiner Nische des Kleiderschrankes versteckt und findet es mit viel Glück noch in letzter Minute ... schön einpackt, fällt ihr das Preisschild dieser Rolle auf. Und während draußen der Weihnachtsmann in einer der vielen Schneewehen feststeckt, ist die Trolljente mit ihren Gedanken im Sommerurlaub und bummelt über einen großen Markt in Smaland ... da lag im Juli bei schönster Sommerhitze dieses wunderschöne Trollpapier...
... und nur wenige Stunden später liegt es zerknüllt in der Ecke, weil die Trollkinder so gar keine Geduld mehr haben. Vorbei die Zeiten, als das Papier schön glattgestrichen wurde, sorgsam gefaltet und in einer der vielen Schubladen ... ja es war die Zeit der großen Schrankwände ... auf das nächste Weihnachtfest gewartet hat.
Ein bisschen schief ist das Foto geworden. Dunkel ist es auch, aber Weihnachtsbäume sind im Hellen nur halb so schön ... und man würde sehen, dass da schon einige roten Bänder mit Nichts dran hängen. Ursprünglich hatte der kleine Troll auf diese Bänder Herzen und Schaukelpferde und Glocken und Tannenbäume aus Lebkuchenteig aufgefädelt...
Leider war es schon nach 13.00 Uhr, als uns unsere Weihnachtswanderung hier vorbei führte ... oder zum Glück hatten wir keinen Hunger.
Und so zeigte sich unsere Straße heute, als wir das große Trollkind zum Bahnhof brachten.
Naja, ein Bahnhof ist es nicht mehr wirklich, der schöne Backsteinbau steht schon seit langem leer. Dafür gibt es jetzt eine Säule aus Edelstahl auf dem Bahnsteig mit 2 glänzenden Knöpfen dran, einer für Notfälle und einer für Informationen. Drückt man letzteren, weil der Zug schon 10 Minuten überfällig ist, informiert ein Lautsprecher, dass man mit dem nächsten "3S-Punkt" verbunden wird ... was bitte ist ein "3S-Punkt"? Wollte man nicht auf deutsch umsteigen? ... okay, die Trolljente hat Geduld, und erfährt aus dieser Säule von einer freundlichen Stimme, wie lange sie von einem Eisfuß auf den nächsten treten darf, bis der Zug kommt.
Der kleine Troll fand es in der Zeit toll, den Schneeberg auf Bahnsteig 2 immer wieder auf dem Hosenboden runter zu rutschen, und die Trolljente hatte Zeit, dem großen Tochterkind noch viele gute Ratschläge mit auf den Weg durch die Kälte zu geben, kann das große Tochterkind doch manchmal noch ganz schön klein sein ... und die Trolljente doch ein wenig ... oder doch ein wenig mehr ... besorgt sein, wenn die Pfadfinder auf Reisen sind ...
Froh und glücklich wieder zu Hause angekommen hat sich die Trolljente gefreut, heute die verspätete Weihnachtspost aus dem halb verschneiten Briefkasten zu holen ... und was liegt drin ... eine verfrühte Frauenzeitschrift ... auf dem Cover braungebrannte Haut, knapp verdeckt von einem Bikini ... und als Beilage das Heft mit der nächsten Diät ... sie wäre mir beinahe aus den kalten Händen gefallen.
Nein, sie wird es auch in den nächsten Tage genießen, durch den hohen Schnee zu stapfen, danach die leckeren Weihnachtsplätzchen zu naschen und den einen oder anderen Glühwein trinken ...
... und hier wieder Winterfotos posten ... von tollen Eiszapfen am Strand und Schneeschollen, die lawinenartig aussehen und Schneeflocken auf Treibholz ...
Stürmisch ist es zu dieser Zeit hier ja recht oft. So auch am 3. Advent auf dem Weihnachtsmarkt in Binz.
Und was will die Trolljente wohl mit diesem Bild sagen?
Während sie so die letzten Geschenke ... frau hat ja immer noch was in irgendeiner Nische des Kleiderschrankes versteckt und findet es mit viel Glück noch in letzter Minute ... schön einpackt, fällt ihr das Preisschild dieser Rolle auf. Und während draußen der Weihnachtsmann in einer der vielen Schneewehen feststeckt, ist die Trolljente mit ihren Gedanken im Sommerurlaub und bummelt über einen großen Markt in Smaland ... da lag im Juli bei schönster Sommerhitze dieses wunderschöne Trollpapier...
... und nur wenige Stunden später liegt es zerknüllt in der Ecke, weil die Trollkinder so gar keine Geduld mehr haben. Vorbei die Zeiten, als das Papier schön glattgestrichen wurde, sorgsam gefaltet und in einer der vielen Schubladen ... ja es war die Zeit der großen Schrankwände ... auf das nächste Weihnachtfest gewartet hat.
Ein bisschen schief ist das Foto geworden. Dunkel ist es auch, aber Weihnachtsbäume sind im Hellen nur halb so schön ... und man würde sehen, dass da schon einige roten Bänder mit Nichts dran hängen. Ursprünglich hatte der kleine Troll auf diese Bänder Herzen und Schaukelpferde und Glocken und Tannenbäume aus Lebkuchenteig aufgefädelt...
Leider war es schon nach 13.00 Uhr, als uns unsere Weihnachtswanderung hier vorbei führte ... oder zum Glück hatten wir keinen Hunger.
Und so zeigte sich unsere Straße heute, als wir das große Trollkind zum Bahnhof brachten.
Naja, ein Bahnhof ist es nicht mehr wirklich, der schöne Backsteinbau steht schon seit langem leer. Dafür gibt es jetzt eine Säule aus Edelstahl auf dem Bahnsteig mit 2 glänzenden Knöpfen dran, einer für Notfälle und einer für Informationen. Drückt man letzteren, weil der Zug schon 10 Minuten überfällig ist, informiert ein Lautsprecher, dass man mit dem nächsten "3S-Punkt" verbunden wird ... was bitte ist ein "3S-Punkt"? Wollte man nicht auf deutsch umsteigen? ... okay, die Trolljente hat Geduld, und erfährt aus dieser Säule von einer freundlichen Stimme, wie lange sie von einem Eisfuß auf den nächsten treten darf, bis der Zug kommt.
Der kleine Troll fand es in der Zeit toll, den Schneeberg auf Bahnsteig 2 immer wieder auf dem Hosenboden runter zu rutschen, und die Trolljente hatte Zeit, dem großen Tochterkind noch viele gute Ratschläge mit auf den Weg durch die Kälte zu geben, kann das große Tochterkind doch manchmal noch ganz schön klein sein ... und die Trolljente doch ein wenig ... oder doch ein wenig mehr ... besorgt sein, wenn die Pfadfinder auf Reisen sind ...
Froh und glücklich wieder zu Hause angekommen hat sich die Trolljente gefreut, heute die verspätete Weihnachtspost aus dem halb verschneiten Briefkasten zu holen ... und was liegt drin ... eine verfrühte Frauenzeitschrift ... auf dem Cover braungebrannte Haut, knapp verdeckt von einem Bikini ... und als Beilage das Heft mit der nächsten Diät ... sie wäre mir beinahe aus den kalten Händen gefallen.
Nein, sie wird es auch in den nächsten Tage genießen, durch den hohen Schnee zu stapfen, danach die leckeren Weihnachtsplätzchen zu naschen und den einen oder anderen Glühwein trinken ...
... und hier wieder Winterfotos posten ... von tollen Eiszapfen am Strand und Schneeschollen, die lawinenartig aussehen und Schneeflocken auf Treibholz ...
Samstag, 25. Dezember 2010
Er hat es geschafft...
Nachdem der kleine Troll schon ganz verzweifelt war - nach gefühlt ewiger Wartezeit - und nicht mal mehr Schokolade essen wollte, bevor der Bärtige nicht bei uns war, klopfte es an die Tür und da stand ein netter Mann ohne Bart und in Jeans mit einem großen Sack über der Schulter ...
Auch der Weihnachtsmann scheint nur ein Mensch zu sein, musste er doch unterwegs auch Schnee schaufeln, um den Schlitten wieder frei zu kriegen ... und was passierte ihm da ... platzte doch eine Naht der roten Hose. Noch dazu steckte sein Schlitten noch einmal fest, so dass er den letzten Kilometer hätte laufen müssen. So hat er sich nicht mehr zu uns getraut, sondern unterwegs den netten Mann, der so gaaaaanz zufällig zur Stelle war, gebeten, doch den Sack mit zu uns zu nehmen ... so mit halbzerfetzter Hose wäre es ihm doch zu kalt geworden ...
Nun war unser Abend doch noch gerettet ... und die rote Hose werde ich wieder heile machen ...
Auch der Weihnachtsmann scheint nur ein Mensch zu sein, musste er doch unterwegs auch Schnee schaufeln, um den Schlitten wieder frei zu kriegen ... und was passierte ihm da ... platzte doch eine Naht der roten Hose. Noch dazu steckte sein Schlitten noch einmal fest, so dass er den letzten Kilometer hätte laufen müssen. So hat er sich nicht mehr zu uns getraut, sondern unterwegs den netten Mann, der so gaaaaanz zufällig zur Stelle war, gebeten, doch den Sack mit zu uns zu nehmen ... so mit halbzerfetzter Hose wäre es ihm doch zu kalt geworden ...
Nun war unser Abend doch noch gerettet ... und die rote Hose werde ich wieder heile machen ...
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